Chronik
 

Verehrte Gäste,
der Sommer 2013, war geprägt vom Jahrhunderthochwasser und seinen fürchterlichen Verwüstungen im Landkreis Deggendorf. Neben unzähligen geschädigten Familien, wurden auch Betriebe ihrer Existenz beraubt.

Darunter befand sich unser, in vierter Generation geführtes, Unternehmen.

Doch gehen wir in der Geschichte etwas zurück, um die Entwicklung der Anwesen in Altholz, zu ergründen. Der über die Jahrhunderte hinweg vergrö▀erte landwirtschaftliche Betrieb "Kroisshof" - gen. Gut Altholz, wechselte mit der Zeit oftmals seine Besitzer. Darunter war die Deggendorfer Kaufmannsfamilie Kroiss (Kroissbräu) und auch die Familie Steigenberger (Steigenberger Hotels).

In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts erwarb dann Josef Hutter, ein Landwirt aus Weinhartsau bei Viechtach, von einem Kaufmann, das direkte Nachbaranwesen. Dieser Bauernhof wurde viele Jahrzehnte, bis in die 60er Jahre hinein, ausschlie▀lich landwirtschaftlich genutzt. Später konnte man dann auch im Stadl seine Pferde einstellen und die Reiter wärmten sich in der Gaststube. Ab dieser Zeit begann dann Therese Hutter, die Reiter auf dem Hof mit vielerlei Deftigem, wie den bekannten Rinderfiletsteaks mit Bratkartoffeln zu verwöhnen.

Bei den Reitern allein sollte es aber nicht bleiben und so avancierten die "Reiterstuben" schon bald zu einem Geheimtipp für ganz Deggendorf und Plattling. Mit dem Ansturm auf das Lokal und den steigenden Ansprüchen der Gäste wuchs auch die Gastronomie in Altholz und so ist aus dem kleinen Hof ein stattliches Anwesen geworden in dem schlie▀lich auch die Reste des ursprünglichen Gut Altholz aufgingen.

Seit vielen Jahren bieten wir nun unseren Gästen die passende Umgebung für Veranstaltungen jeder Art. So finden neben Familien - und Hochzeitsfeierlichkeiten auch Firmenmeetings und Produktpräsentationen auf unserem Anwesen statt.

Aus dem "Reiterstüberl", wurde mit der Zeit der Gutshof, der sich Ihnen heute zeigt. Unser Anwesen wird nicht nur von Einheimischen geschätzt, sondern auch von vielen nationalen, wie internationalen Gästen, die die Ruhe der Isarauen schätzen und einige Tage bei uns verbringen.

Diese Entwicklung erlebte eine jähe Unterbrechung, durch die Geschehnisse im Juni 2013. Am 4. Juni 2013, um ca. 12.00 Uhr, brach der Deich an der Isarmündung in Fischerdorf, ca. einen Kilometer entfernt. So bahnte sich die Welle ihren Weg durch alle umliegenden Gebäude und innerhalb von 2 Stunden, stand das Wasser 2 Meter hoch.

Nach 20 Tagen, und einem Wasserhöchststand von ca. 2,80 Meter, begann für uns der schier endlose Aufräumprozess.

An dieser Stelle ist es uns ein gro▀es Anliegen, allen Helfern und den zuständigen Behörden, ein herzliches Dankeschön auszusprechen. Ohne die ausgezeichnete Organisation der Einsatzgruppen, oder auch der unzähligen privaten Helfer, wäre diese enorme Aufgabe nicht zu meistern gewesen.

Nun, nach vielen Wochen und Monaten, um genau zu sein, 256 Tage nach dem Deichbruch und der verheerenden Flutkatastrophe, freuen wir uns, vom 14. bis zum 16. Februar 2014 ein Wiedereröffnungswochenende begehen zu dürfen.
Ihre Familie Hutter

Siegfried Hutter Sieglinde Rainer-Hutter Klaus Hutter